Axiale Hiatushernie

Was geschieht, wenn man eine axiale Hiatushernie hat?

Die axiale Hiatushernie, auch axiale Gleithernie oder gastroösophageale Hernie genannt, bezeichnet die häufigste Form des Zwerchfellbruchs. Dabei geschieht es, dass sich der Mageneingang durch die Zwerchfelllücke in den Brustraum verlagert. Das Zwerchfell trennt normalerweise den Brustraum vom Bauchraum, nur die Speiseröhre führt durch eine kleine Öffnung hindurch. Bei der Hiatushernie ist diese Öffnung größer als normal, sodass sich ein Teil des Magens hindurch schieben kann, vor allem wenn von unten Druck auf den Magen ausgeübt wird.

Warum genau das geschieht und eine axiale Hiatushernie entsteht, ist bislang noch nicht vollständig erwiesen. Fakt ist, dass die Erkrankung mit zunehmenden Alter häufiger auftritt, sodass man bislang davon ausgeht, dass es sich bei den Beschwerden um Verschleißerscheinungen des Bindegewebsapparats handelt. Etwa 60 Prozent aller über sechzigjährigen haben eine axiale Hiatushernie. Besonders häufig tritt sie zudem auf bei Übergewicht oder auch in einer Schwangerschaft. Bei beiden Faktoren drückt etwas den Magen nach oben, sodass er leichter durch die Öffnung der Speiseröhre gepresst werden kann.

Die axiale Hiatushernie ist nur eine der Formen des Zwerchfellbruchs. Es gibt auch noch die sogenannte “rollende” Hernie, hierbei gelangt nicht der Mageneingang sondern der Magenfundus, also der obere Teil des Magens in den Brustraum. Daneben existieren einige Sonderformen der Erkrankung.

Die axiale Hiatushernie und ihre Symptome

60 Prozent aller Menschen über 60 haben eine aixale Hiatushernie, die jedoch oft unbemerkt bleibt.

60 Prozent aller Menschen über 60 haben eine aixale Hiatushernie, die jedoch oft unbemerkt bleibt.

Hat man eine axiale Hiatushernie, funktioniert der Schließapparat der Speiseröhre (Sphinkter) nicht mehr richtig und lässt es dadurch zu, dass der Mageneingang sich in den Brustraum begeben kann. Dies verursacht bei den meisten Menschen, etwa 90 Prozent, überhaupt keine Symptome. Manche Betroffene leiden an Symptomen der Refluxkrankheit, also Aufstoßen, Sodbrennen, ein Druckgefühl hinter dem Brustbein, Rückfluss von saurer bis bitterer Magenflüssigkeit und ein Brennen in der Speiseröhre.

In meisten Fällen wird aber die axiale Hiatushernie nur zufällig entdeckt, beispielsweise bei einer Magenspiegelung, welche im Zusammenhang mit einer Gastritis gemacht wird. Bei den anderen Formen des Zwerchfellbruchs können aber im sogenannten Komplikationsstadium sehr wohl Beschwerden auftreten, dazu gehören starke Schmerzen im Oberbauch, ein unregelmäßiger Herzschlag, Magengeschwüre, Magenwanddurchbrüche oder Blutungen und Einklemmungen. Das trifft jedoch im Normalfall nicht auf die axiale Hiatushernie zu.

Die axiale Hiatushernie und ihre Behandlung

Einer Behandlung bedarf speziell die axiale Hiatushernie nur dann, wenn starke Symptome der Refluxkrankheit auftreten. In allen andere Fällen muss die Krankheit eigentlich nicht behandelt werden. Einige Allgemeinmaßnahmen wie das Reduzieren von Übergewicht, das Essen von nur kleinen Mahlzeiten und magenschonender Kost und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol können helfen.

Nur selten muss eine Operation durchgeführt werden.

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